Als Speedrunnerin und Sammlerin habe ich viel Zeit damit verbracht, Routen zu optimieren, Inputs zu verfeinern und kleine technische Kniffe zu entdecken, die eine Runde von “gut” zu “konstant sub‑25 Minuten” verwandeln. In diesem Artikel teile ich meine Controller‑Setups, Frame‑Tricks und Routinen speziell für das Tomb Raider Remake (2013). Ich schreibe aus der Praxis: Was ich probeweise verworfen habe, welche Tricks wirklich zuverlässig laufen und wie du die nötige Konstanz aufbaust, um regelmäßig unter 25 Minuten zu landen.

Warum Controller und Frame‑Tricks so wichtig sind

Eine schnelle Runde ist mehr als nur ein einzelner Glitch. Sie entsteht aus der Kombination von optimierten Inputs, minimaler Fehlertoleranz und Routen, die RNG‑abhängige Abschnitte reduzieren. Für mich war der Wechsel vom Gamepad zur feiner abgestimmten Controller‑Konfiguration ein großer Schritt: der Unterschied zwischen sporadischen guten Zeiten und regelmäßigen Sub‑25s. Frame‑Tricks wie precise cancels, animation cancels oder das Ausnutzen von Kollisionsfenstern sind die Hebel, mit denen du Zeit sparst, ohne riskante Glitches einzubauen.

Mein Controller‑Setup — Hardware

Ich benutze meist einen Xbox One Elite Controller oder einen DualShock 4 mit einem kleinen Modifikationsset (trigger stops, pro‑grips). Wichtig sind für mich:

  • Gute Trigger‑Anschläge (kurze Wegstrecke für schnelle Schüsse/Interaktionen).
  • Feine Analogsticks für präzise Kameraführung in Sprüngen und Platforming.
  • Konsistente Vibrations‑Einstellungen (manche Vibrationsprofile stören präzise Eingaben—ich schalte sie häufig aus).
  • Marken, die mir zuverlässig erscheinen: Xbox Elite, SCUF (für maßgeschneiderte Paddles), und die modifizierten Controller von Collective Minds für PlayStation/Xbox. Auf dem PC verwende ich oft XInput Wrapper, damit die Controller wie native Xbox Controller erkannt werden.

    Mein Controller‑Setup — Button‑Bindings

    Die Bindings sind essenziell. Hier ist meine bevorzugte Belegung (kann auf dein Gefühl angepasst werden):

    AktionButton
    SprungA / X
    InteragierenX / □
    SprintLeft Stick Click (L3)
    ZielenLT / L2
    FeuernRT / R2 (mit Trigger Stop)
    Waffe wechselnRB / R1
    Paddle für Quick Usezusätzliches Paddle: Interagieren

    Warum diese Belegung? Ich möchte Interagieren und Springen so haben, dass sie schnell und ohne Fingerumlagerung ausgelöst werden können. Sprint als L3 ermöglicht, dass beide Daumen frei bleiben für Kamera- und Zielkontrolle. Paddles helfen bei wiederholten Interaktionen—gerade in Abschnitten, wo du mehrere Knöpfe hintereinander brauchst.

    Wichtige Frame‑Tricks und wie ich sie übe

    Im Tomb Raider Remake gibt es mehrere kleine Timing‑Fenster, die enorme Zeitgewinne erlauben, wenn man sie consistently trifft. Die wichtigsten sind:

  • Animation Cancels: Nach einer Landung oder einem Übergang kannst du bestimmte Aktionen innerhalb weniger Frames canceln, um schneller wieder Kontrolle zu haben. Beispiel: Springen, kurze Luftanimation und sofortiges Zielen/Schießen, um die Landanimation zu verkürzen.
  • Precision Rolls: Die Rolle kann nicht nur Schaden vermeiden, sondern in Kombination mit einem Jump einen kleinen Distanzgewinn bringen. Timing ist key: Rolle in den letzten Frames vor Bodenberührung für einen Momentum‑Boost.
  • Quick Interact Buffered Inputs: Viele Interaktionen nehmen Buffered Inputs an—drücke den Interact‑Button kurz vor dem Trigger, und das Spiel akzeptiert es innerhalb eines kleinen Fensters. Das spart Sekunden in Rätsel‑ und Türabschnitten.
  • Camera‑Frame Manipulation: Die Kamera beeinflusst Kollisionsabfragen. In bestimmten Bereichen sorgte minimale Kamera‑Anpassung bei mir dafür, dass Lara nicht an einer Kante hängen bleibt. Übe kleine Stick‑Microbewe­gungen, um Kanten sauber zu nehmen.
  • Ich übe diese Tricks in zwei Modi: gezielte Drill‑Segments (ein Abschnitt 20–60 Sekunden immer wieder) und Full‑Runs, wobei ich speziell die Übergänge zwischen Drills konsistent halten will. Drill‑Tools: Save‑States (auf PC), Level Restart und ein Timer, der SPlits unterstützt (LiveSplit ist mein Favorit).

    Route‑Entscheidungen für eine sub‑25‑Minute‑Runde

    Eine schnelle Route vermeidet unnötige Erkundungen, priorisiert Gegner‑Skip oder Combat‑Minimierung und nutzt sichere Glitches nur dort, wo sie reproduzierbar sind. Wichtige Punkte meiner Route:

  • Frühes Optimieren des Movement‑Loops: kurze, kurvige, aber präzise Sprünge statt riskanter Riesensprünge.
  • Combat‑Routing: Einige Gegner kann man umgehen oder mit minimalem Einsatz erledigen. Einsatz von Pfeil/Schuss‑Priorität spart Zeit.
  • Puzzle‑Abkürzungen: Für manche Rätsel gibt es Schnelllösungen, die weniger Inputs brauchen (z. B. bestimmte Kletterwege, die Triggers auslassen).
  • Ich habe meine Route mehrfach visualisiert: Split‑Liste, Screenshots kritischer Frames und ein kleines PDF mit “Was tun, wenn X schiefgeht” für jeden Ruf, z. B. “wenn Kamera hängen bleibt, kurz nach links drehen und neu ansetzen”.

    Wie ich Konstanz aufbaue

    Konstanz entsteht aus Wiederholung und Fehlerbehandlung. Meine Routine:

  • Warm‑up: 10 Minuten Movement Drills (Sprünge, Rollen, Interact‑Buffers)
  • Segment Practice: 1–2 Stunden gezielte Wiederholung der problematischsten Abschnitte
  • Full Runs: 3–5 Runs, um Rhythmus und RNG‑Handhabung zu trainieren
  • Analyse: Nach jeder Session schaue ich Slo‑Mo der Splits, markiere Fehler und setze Mikroziele für die nächste Session
  • Ein Tipp: Arbeite mit konservativen “Safety Inputs” in RNG‑Abschnitten — kleine Zeitverluste, aber erhöhte Konsistenz. Wenn du einen Abschnitt zuverlässiger mit +3–6 Sekunden anstatt mit +20 Sekunden durchbringen kannst, ist das langfristig besser.

    Fehler, die ich gemacht habe (und wie du sie vermeidest)

    Ich habe viel Zeit verloren durch:

  • Zu aggressive Glitch‑Abhängigkeit: Ein instabiler Skip kann unregelmäßige Runs bringen. Besser sichere Alternativen parat haben.
  • Unpassende Controller‑Settings: zu empfindliche Sticks führten zu Fehlsteuersprüngen. Tausche Rückstellkraft und Sensitivity aus, bis du stabile Inputs hast.
  • Keine Notfall‑Pläne: Wenn ein bestimmter RNG‑Event schiefgeht, sollte man wissen, wie man schnell in ein “cleanup” Muster zurückfindet statt hektisch zu improvisieren.
  • Tools, die ich empfehle

  • LiveSplit (Splits & Timing)
  • JoyToKey oder Steam Input (für präzisere Controller‑Mapping auf dem PC)
  • OBS (Recording für Run‑Analyse)
  • Controller‑Mods: Trigger Stops, zusätzliche Paddles, Pro‑Grips
  • Wenn du möchtest, kann ich meine Split‑Datei und ein kurzes Video mit den kritischen Frames der Animation Cancels hochladen. Schreib mir über die Kontaktseite von Laracroftism—ich teile gerne Material für Training und Nachbau. Viel Erfolg beim Trainieren deiner sub‑25‑Minute‑Route, und denk dran: Konstanz schlägt gelegentliche Perfektruns.